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„Man muss nur wollen, daran glauben, dann wird es gelingen.“

Graf Ferdinand von Zeppelin

 

ZUM AKTUELLEN STAND

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer des „Lernorts Landshut“,


die „Landshut“ steht für eine wehrhafte Demokratie und für uns ist es aktueller denn je, sich für die Demokratie einzusetzen.


Nach längerer Zeit wollen wir Sie über den aktuellen Sachstand informieren. Im Frühjahr hatten wir mit dem Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung, Thomas Krüger ein informatives Gespräch. Dabei wurde klar, dass eine Projektgruppe mit Hochdruck an der Konzeption des „Lernorts Landshut“ arbeitet.

Dies betrifft sowohl die Erarbeitung eines „Bildungspakets“, als auch die Klärung des konkreten Standorts in Friedrichshafen. Dazu wurde die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben beauftragt, die derzeit mit den entsprechenden Partnern Abstimmungsgespräche über den endgültigen Standort in Friedrichshafen führt. Wünschenswert wäre ein Standort mit einer Bahnanbindung, um möglichst vielen, vor allem jungen Menschen eine unkomplizierte

Anreise zu ermöglichen.


Ausführliche Informationen über die Arbeit der Projektgruppe können Sie auf der Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung www.bpb.de/lernortlandshut finden. Dabei wird nochmals klargestellt, dass es sich um einen Lernort und nicht um ein Museum handelt. Auch wird schlüssig begründet, weshalb die Landshut nicht wieder in den Originalzustand hergestellt wird.


Erfreulich ist, dass das Bundesinnenministerium großen Wert legt auf eine zügige, tragfähige Realisierung des Projekts Landshut. Unterstützung also von allen Seiten, auch wenn nach außen hin die Aktivitäten nicht immer sichtbar sind.

Bei unseren verschiedenen Gesprächen hatten wir angeregt, bereits vor der offiziellen Eröffnung des Lernorts Landshut begleitende Aktivitäten, Veranstaltungen usw. in Friedrichshafen durchzuführen. Einige von Ihnen hatten schon vor einiger Zeit ihre Bereitschaft erklärt, ihre Erfahrungen dazu

einzubringen.

Wie Sie dem beiliegenden Schreiben von Thomas Krüger ersehen können, ist die Bundeszentrale für politische Bildung sehr daran interessiert mit Ihnen in Kontakt zu kommen. Dazu möchten wir Sie ausdrücklich ermuntern.

Wir freuen uns über die zielgerichtete Arbeit der Projektgruppe der Bundeszentrale für politische Bildung und sehen sehr hoffnungsfroh der

Eröffnung des Lernorts Landshut in Friedrichshafen entgegen.

Ihnen eine schöne Sommerzeit und bleiben Sie gesund

Landrat Lothar Wöfle, Kreisrat Norbert Zeller

Bodenseekreis

 

SWR-ARTIKEL: "LANDSHUT" IN FRIEDRICHSHAFEN SOLL NICHT RESTAURIERT WERDEN

Zur Zukunft der "Landshut" sind neue Details bekannt geworden. Das 1977 entführte Flugzeug soll nach dem Willen der Bundesregierung nicht komplett restauriert werden. Die Maschine soll aber in Friedrichshafen bleiben. Weiterlesen...

 

WELT-INTERVIEW: NUR EINE WEHRHAFTE DEMOKRATIE IST STABIL – DAS ZEIGT DIE "LANDSHUT"

Wie geht es weiter mit der 1977 in Somalia befreiten Lufthansa-Boeing „Landshut“? Der Publizist Martin Rupps erklärt, wofür das Flugzeug steht und warum auch Zigarettenasche von Helmut Schmidt in die künftige Ausstellung gehört. Weiterlesen...

 

UNSERE IDEE

Zur Förderung eines Museums der deutschen Demokratie in Friedrichshafen mit dem Schwerpunkt der „Landshut“ hat sich ein unabhängiger Unterstützerkreis aus ehemaligen Geiseln und Befreiern der „Landshut“ sowie Persönlichkeiten aus der Bodenseeregion und dem Land gebildet. Die Initiative dazu haben Landrat Lothar Wölfle (Bodenseekreis) und der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Norbert Zeller ergriffen. Seit über drei Jahren schlummere die „Landshut“ in Friedrichshafen. Jetzt sei in Berlin endlich eine positive Entscheidung getroffen und mit der Bundeszentrale für politische Bildung ein starker Partner gewonnen worden, zeigen sich Wölfle und Zeller erleichtert.

Der Unterstützerkreis begrüßt die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestags vom 27. November 2020, wonach 15 Millionen Euro zur Umsetzung eines Ausstellungskonzepts „wehrhafte Demokratie“ in Friedrichshafen zur Verfügung stehen. Darin enthalten sind der Bau eines Museumsgebäudes, das museumspädagogische Konzept und die Betriebskosten für mindestens zehn Jahre. Die Federführung hat dabei die Bundeszentrale für politische Bildung.

Für uns steht die Befreiung der „Landshut“ am 18. Oktober 1977 als Symbol „unserer wehrhaften Demokratie und einer freien Gesellschaft, die sich von Terror nicht unterkriegen lässt“.

Es gilt, wehrhaft für unsere Demokratie zu stehen und Toleranz, Pluralität, individuelle Freiheit, Menschenrechte gegen jegliche Bedrohung durch Extremismus und Terror, gleich welcher Couleur, zu schützen und zu verteidigen.

Wir freuen uns, dass ein Demokratie-Museum (Arbeitstitel) in Friedrichshafen an die Entführung unschuldiger Menschen in der Lufthansa-Maschine „Landshut“ und den Mord an Flugkapitän Jürgen Schumann erinnern soll, aber auch die terroristische Herausforderung bis in die Gegenwart in den Blick rückt.

Wir sind überzeugt, dass viele Menschen, insbesondere Schülerinnen und Schüler, sich aktiv mit dem Terrorismus jedweder Couleur auseinandersetzen, bis in die heutige Zeit hinein. „Demokratie ist kein Selbstläufer, sondern muss tagtäglich gerade von jungen Menschen positiv erfahren werden“, sind sich Wölfle und Zeller sicher.

Beide Initiatoren sehen in dem neuen Museum eine große Chance für die vielbesuchte Region im Dreiländereck. „Das neue Museum wird ein Magnet, Treffpunkt und Ort der konstruktiven Beschäftigung mit unserem Staat sein.“ Die „Landshut“ ist bereits in Friedrichshafen. David Dornier, Mitinitiator des Projekts, hat zugesagt, ein Grundstück am Flughafenareal zur Verfügung zu stellen. Offizieller Projektstart des Bundes ist am 4. Januar 2021. „Jetzt kann´s losgehen“, freuen sich Wölfle und Zeller mitsamt den Erstunterzeichnern.

Wir hoffen, dass möglichst viele Menschen aus der Region und aus ganz Deutschland mit ihrer Unterschrift das einmalige Projekt stärken. Wer sich der Initiative anschließen möchte, kann dies weiter unten tun.

 

UNTERSTÜTZUNGSERKLÄRUNG

Wir begrüßen die Entscheidung des Haushaltsauschusses des Deutschen Bundestages vom 27. November 2020, 15 Millionen Euro zur Umsetzung eines Ausstellungskonzepts „Die Bundesrepublik als wehrhafte Demokratie und ihre Feinde“ in Friedrichshafen zur Verfügung zu stellen.

Die Befreiung der „Landshut“ am 18. Oktober 1977 ist für uns bis heute ein Symbol unserer wehrhaften Demokratie und einer freien Gesellschaft, die sich von Terror nicht unterkriegen lässt.

Auch heute gilt es, wehrhaft für unsere Demokratie zu stehen und Toleranz, Pluralität, individuelle Freiheit, Menschenrechte gegen jegliche Bedrohung durch Extremismus und Terror, gleich welcher Couleur, zu schützen und zu verteidigen!

Wir sind zuversichtlich, dass mit dem Demokratie-Museum in Friedrichshafen, in dem die ehemals von Terroristen entführte Lufthansa-Maschine „Landshut“ einen Schwerpunkt einnehmen wird, nicht nur an den ermordeten Piloten Jürgen Schumann und die Geiseln der „Landshut“-Entführung erinnern wird, sondern an die Geschichte des Terrors in der Bundesrepublik und seiner Bekämpfung überhaupt.

Wir sind überzeugt, dass viele Menschen, insbesondere Schülerinnen und Schüler, sich aktiv mit dem Terrorismus jedweder Couleur auseinandersetzen möchten und das Demokratie-Museum in Friedrichshafen besuchen werden.

Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Bundeszentrale für politische Bildung federführend die konzeptionelle, insbesondere pädagogisch-didaktische Ausgestaltung des Museums übernommen hat. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen sicher, dass ein Demokratie-Museum konzeptionell auf der Höhe der Zeit entsteht und für viele Jahre Bestand hat.